Aktuelle Meldungen

Neuer SFB 1660: Hadronen und Kerne als Entdeckungsinstrumente

Sonderforschungsbereich am Institut für Kernphysik der JGU sucht nach neuen physikalischen Phänomenen durch ein besseres Verständnis der Prozesse der starken Wechselwirkung

31.05.2024

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat heute die Einrichtung eines neuen Sonderforschungsbereichs (SFB) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) bewilligt. Der SFB 1660 "Hadrons and Nuclei as Discovery Tools" zielt darauf ab, die starke Wechselwirkung zu verstehen, die zu Prozessen führt, an denen Hadronen, Kerne und Atome beteiligt sind. Damit sollen grundlegende Fragen beantwortet werden: Welche physikalischen Phänomene treten jenseits des Standardmodells der Teilchenphysik (SM) auf und wie können wir sie messen und beschreiben? Sprecherin und Sprecher des neuen Sonderforschungsbereichs sind Prof. Dr. Concettina Sfienti (Experiment) und Prof. Dr. Marc Vanderhaeghen (Theorie) vom Institut für Kernphysik der JGU.

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Workshop "Strange Hadrons as precision tool for strongly interacting systems (SPICE)"

24.05.24
Vom 13. bis 17. Mai fand in Trient der Workshop Strange Hadrons as precision tool for strongly interacting systems (SPICE) statt. "Mit 52 internationalen Teilnehmern und 39 Hauptrednern bot die Konferenz eine perfekte Plattform, um den aktuellen Stand des Feldes zu bewerten, potenzielle Synergien innerhalb der Community zu identifizieren und experimentelle Ziele für neue Forschungsaktivitäten zu definieren", fasst Prof. Josef Pochodzalla, einer der Organisatoren, zusammen. Um das Feld so breit wie möglich abzudecken, wurde während des fünftägigen Workshops eine Vielzahl von Themen behandelt, darunter Hypernuklei, exotische Atome, Femtoskopie, extrem neutronenreiche Kerne, die Kaon-Kern-Wechselwirkung und die „Strangeness“ in Neutronensternen.

Der Workshop wurde durch das EU-Projekt Strong 2020 und ECT* unterstützt.

DAAD-Preis für Francesca Bonaiti

Francesca Bonaiti erhält den DAAD-Preis 2024 für internationale Studierende

Francesca Bonaiti aus der Arbeitsgruppe von Sonia Bacca gehört zu den besten Physik-Doktorandinnen der JGU. In ihrer theoretischen Forschung erzielt sie immer wieder herausragende Ergebnisse und hat bereits mehrere Arbeiten in Fachzeitschriften veröffentlicht. Aufgrund ihres großen Potenzials hat sie mehrere Einladungen zu internationalen Konferenzen erhalten und erhielt kürzlich ein fünf Jahres FRIB-Theoriestipendium in den USA.

Francesca Bonaitis Forschung liegt im Bereich der theoretischen Kernphysik. Mit Hilfe komplexer Berechnungsmethoden untersucht sie das Verhalten von Atomkernen in elektrischen und magnetischen Feldern, ausgehend von der starken Kraft, die Protonen und Neutronen im Kern zusammenhält. Ihre Arbeit erweitert somit allgemein unser Wissen über die Kernstruktur und trägt im Speziellen dazu bei, unser physikalisches Verständnis von Neutronensternen zu verbessern.

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ERC Advanced Grant für Maarten Boonekamp in Zusammenarbeit mit Jens Erler und Frank Maas

Neue Physik der Paritätsverletzung: Vom Thomson-Limit zur Energiegrenze / Förderung in Höhe von 3,2 Millionen Euro

11.04.2024

Prof. Dr. Maarten Boonekamp, Prof. Dr. Frank Maas und Prof. Dr. Jens Erler (Foto/©: privat / Sabrina Hopp)

Ein Konsortium um Prof. Dr. Maarten Boonekamp von der Universität Paris-Saclay als Sprecher, und die Mainzer Wissenschaftler Prof. Dr. Jens Erler und Prof. Dr. Frank Maas hat im April 2024 einen ERC Advanced Grant für das Projekt "Zeptometry" erhalten. Dieses Projekt zielt darauf ab, neue Präzisionsmessungen bei höchsten Energien am LHC am CERN mit anspruchsvollen neuen Präzisionsmessungen bei sehr niedrigen Energien mit dem kommenden MESA-Beschleuniger in Mainz in Verbindung mit der theoretischen Interpretation der experimentellen Ergebnisse zu kombinieren. Die Förderung ist der Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen dem Z-Boson und den Fermionen – also den Quarks und Leptonen, die die gewöhnliche Materie ausmachen – gewidmet, wofür das bevorstehende Experiment P2 Elektronenbeschleuniger MESA der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) von entscheidender Bedeutung sein wird.

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Herwig Schopper feiert seinen 100. Geburtstag

Quelle: 2003-2024 CERN / Herwig Schopper, CC BY-SA 4.0 Deed

Der Gründungsdirektor unseres Instituts wird heute 100

28.02.2024

Herwig Schopper, ein Pionier der experimentellen Teilchenphysik in Deutschland und Europa und Gründungsdirektor des Instituts für Kernphysik an der JGU Mainz feiert heute seinen 100. Geburtstag.

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