Herzlich Willkommen im Institut für Kernphysik

Die Forschung am Institut für Kernphysik dreht sich um die Untersuchung der Grundbausteine der Materie, insbesondere um ein Verständnis der sogenannten starken Kraft und ihrer Konsequenzen für die Kern- und Teilchenphysik.

Herzstück der experimentellen Untersuchungen ist das Mainzer Mikrotron MAMI, ein
Elektronen-Beschleuniger für Energien bis zu 1.6 GeV. Weiterhin arbeiten Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler des Instituts für Kernphysik an der theoretischen Beschreibung und
Interpretation der experimentellen Ergebnisse sowie an auswärtigen Experimenten u.a.
Peking (IHEP), in Darmstadt (GSI) und Genf (CERN).

Aktuelle Meldungen – FB 08 – Kernphysik

Reiner Quanteneffekt als Schlüssel zu besserem Verständnis der subatomaren Welt / Vielfältige Mainzer Expertise in neuem Forschungsprogramm gebündelt

Abb./©: Institut für Kernphysik, JGU Abb./©

01.04.2022

In der klassischen Physik ist die Interferenz, also die Überlagerung von Lichtwellen, ein wohlbekanntes Phänomen. Eine Wechselwirkung der Lichtstrahlen untereinander im Sinne einer Streuung ist jedoch klassisch unmöglich. In der subatomaren Welt hingegen, die durch Quanteneffekte beschrieben wird, wechselwirken die Lichtquanten – auch Photonen genannt – sehr wohl miteinander.

Mehr noch: Photon-Photon-Wechselwirkungen spielen eine zentrale Rolle im Standardmodell der Teilchenphysik. Ein besseres Verständnis dieses reinen Quanteneffekts ist der Schlüssel, um zu wichtigen neuen Erkenntnissen sowohl innerhalb des Standardmodells als auch darüber hinaus zu gelangen. Die Photon-Photon-Wechselwirkung steht daher im Fokus einer neuen Forschungsgruppe an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), die gerade durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt wurde und in den nächsten vier Jahren zunächst mit etwa 3,5 Millionen Euro gefördert wird. Sprecher ist Experimentalphysiker Prof. Dr. Achim Denig, Co-Sprecher der theoretische Physiker Prof. Dr. Marc Vanderhaeghen – beide vom Institut für Kernphysik der JGU. ...

 

Drei Masterarbeiten sind in der Ausschreibung 2021 im "BestMasters"-Programm bei Springer Spektrum erschienen

      

27.01.2022

Mit "BestMasters" zeichnet Springer alljährlich die besten Masterarbeiten aus, die an renommierten Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz entstanden sind. In der letzten Ausschreibung waren gleich drei Arbeiten, die in der Theoriegruppe am Institut für Kernphysik entstanden sind, erfolgreich. Im Einzelnen handelt es sich dabei um die Abschlussarbeiten von

1. Johannes Schaeffer, "SU(n), Darstellungstheorie und deren Anwendung im Quarkmodell. Eine Analyse aus mathematischer und physikalischer Perspektive";
2. Niclas Wego, "Der harmonische Oszillator. Eine Reise von der klassischen Physik in die Quantenwelt";
3. Marvin Horst, "Allgemeine Relativitätstheorie und Sternmodelle. Eine Einführung für Lehramtsstudierende".

Die Abschlussarbeiten im M.Ed.-Studiengang Physik wurden allesamt von Prof. Dr. Stefan Scherer betreut. Eine Besonderheit stellt die Arbeit von Johannes Schaeffer dar, die in Kooperation mit Frau PD Dr. Margarita Kraus aus dem Institut für Mathematik betreut wurde und gleichzeitig für den B.Sc. Mathematik anerkannt wurde. Bereits im Februar 2021 wurde Marvin Horst für seine Arbeit der Preis für herausragende Abschlussarbeiten verliehen. "Ich freue mich außerordentlich über diese großartige Auszeichnung für unsere Absolventen", sagt Frau Univ.-Prof. Dr. Concettina Sfienti, Direktorin des Instituts für Kernphysik. "Die Prämierung stellt die Qualität der Lehramtsausbildung in der Physik nachdrücklich unter Beweis. In Zeiten, in denen der Klimawandel geleugnet wird, Verschwörungstheorien als 'alternative Fakten' bezeichnet werden, 'Fake News' an die Stelle objektiver Beweise treten, ist die Vermittlung von gründlichen, fachwissenschaftlichen Kenntnissen unerlässlich."

Internationale Physikschule über Myon-Dipole-Momente und hadronische Effekte

17.09.2021

Das Konzept dieser Schule war es, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenzuführen, die an den weltweiten Bemühungen beteiligt sind, den signifikanten Überschuss des gemessenen Wertes des anomalen magnetischen Moments des Myons gegenüber der Vorhersage des Standardmodells zu untersuchen. Im Frühjahr dieses Jahres hat das Myon g-2-Experiment am Fermilab sein lang erwartetes Ergebnis veröffentlicht, das eine Verstärkung der Diskrepanz zum Standardmodell zeigt (insgesamt 4,2 Standardabweichungen). Dieses faszinierende Ergebnis hat sowohl die Möglichkeit für Neue Physik als auch das rege Interesse an dieser Schule gestärkt. ...

Aktuelle Information zum Umgang mit der Corona-Pandemie

04.02.2022

Johannes Gutenberg-Universität Mainz wird Knotenpunkt im Rahmen der Initiative "Netzwerk Teilchenwelt"

Foto: Netzwerk Teilchenwelt Jugendliche am ATLAS Detektor am CERN

09.10.2019

"Netzwerk Teilchenwelt" erhält ab sofort personelle und inhaltliche Verstärkung: Der Zusammenschluss von 30 Forschungsinstituten, die deutschlandweit die Forschung zur Physik der kleinsten Teilchen in die Schulen bringen, kann sich künftig auf sogenannte Knotenpunkte an den Universitäten Bonn, Mainz und Münster stützen. An diesen Schnittstellen sollen neue Angebote für Jugendliche aus dem Forschungsgebiet der Hadronen- und Kernphysik entwickelt und regionale Angebote koordiniert werden.

Vorreiterrolle in der Teilchen- und Hadronenphysik / 52 Millionen Euro für Mainzer Physikerinnen und Physiker aus dem Exzellenzstrategie-Wettbewerb

09.05.2019
An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist am Donnerstag der Exzellenzcluster PRISMA+ feierlich eröffnet worden. Der Forschungsverbund in der Teilchen- und Hadronenphysik war im September 2018 im Exzellenzstrategie-Förderprogramm als einer von bundesweit 57 Clustern von einer internationalen Expertenkommission sowie den Wissenschaftsministerinnen und -ministern von Bund und Ländern bewilligt worden.

Im EU-Projekt STRONG-2020 schließen sich 44 Institute aus ganz Europa zusammen, die rund um die starke Wechselwirkung forschen

03.05.2019
Was die starke Wechselwirkung angeht, also die Kraft, die die Atomkerne zusammenhält, sind noch viele Fragen ungeklärt. Forscher aus 36 Ländern schließen sich nun im EU-Projekt STRONG-2020 zusammen. Auch Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) sind beteiligt.